Schweig Bub von Fitzgerald Kusz

 
 
 

Im kleinsten und schönsten Zimmertheater in Deutschland führte das Hist(o)erische Theater Hanau das Stück “Schweig,  Bub”auf. Die alte Tradition dieser Bühne, satirisch-heiter-nachdenkliche Stücke auf die “Bretter, die die Welt bedeuten” zu bringen, wurde damit wieder aufgelebt. Die Satire Schweig, Bub von Fitzgerald Kusz wird viel zu oft - und leider auch im Fernsehen - als Klamauk-Klamotte gezeigt. Das Hist(o)erische Theater Hanau versuchte eine Inszenierung, in der natürlich auch viel gelacht werden konnte. Dabei wurden aber trotz der vom Dichter gebrauchten deftigen Sprache die leisen Töne gut rübergebracht. Auf die Bühne kam ein Stück Leben, wie wir es alle schon erlebt haben. Eine Familienfeier, in der zwar ständig von der Hauptperson -  dem Konfirmanden - geredet wurde, ihm selbst aber keine Möglichkeit geboten wurde, auch nur im geringsten zur Entfaltung zu kommen. Da wurde in einem schönen Durcheinander über Beerdigungen, Durchfall, Krieg und  Salatpreise palavert. Da hörte niemand dem anderen zu, da redete jeder über jeden

 
 
 

Kennen wir das nicht? Ärgert uns das nicht ständig bei ähnlichen Anlässen? Mischen wir da nicht alle immer kräftig

mit? So nahm denn diese Feier ihren Lauf, endete fast in einer Katastrophe und wurde in schönster Eintracht

in totaler Besoffenheit abgeschlossen; nicht, ohne vorher auf die nächste Feier hinzuweisen.

 

 

Wegen der vielen geplanten Aufführungen wurde das Stück mit zwei verschiedenen Ensembles einstudiert,

die von Wochenende zu  Wochenende im Wechsel spielten.

 

 
 

 

 
 

Fritz, der Konfirmand

Simon Ringel, Thomas Reber, Ferhan Inalbars

Gretl, seine Mutter

Eve Köhler, Elvira Braun

Hans, sein Vater

Norbert Störkel, Frank Mumme, Frieder Arndt

Onkel Willi

Wolfgang Dei, Norman Lobin

Tante Anna

Ursula Bandy, Heike Ebert

Gerda, eine Bekannte

Elke Bretthauer, Inge Jung, Brigitte Hoffmann

Manfred, ihr Mann

Frank Rouél, Michael Bandy, Thorsten Walzer

Hannelore, eine Cousine

Susanne Betz, Britta Schönherr, Edith Reusswig

 

 
 

 

 
 

Regie

Erich Becker

Souffleuse

Iris Breiter, Ute Heinecker, Annette Strack

Kostüme

Elke Bretthauer, Hilde Breiter

Bühnenbild

Wolfgang Marozsan, Michael Bandy

Maske

Helga Turban, Waltraud Golomb

Küche

Birgit Marozsan, Andrea Plotzitzka, Anne Lobin

Requisite

viele, viele Helfer