|
Schweig Bub von Fitzgerald Kusz |
|||
|
Im kleinsten und schönsten Zimmertheater in Deutschland führte das Hist(o)erische Theater Hanau das Stück “Schweig, Bub”auf. Die alte Tradition dieser Bühne, satirisch-heiter-nachdenkliche Stücke auf die “Bretter, die die Welt bedeuten” zu bringen, wurde damit wieder aufgelebt. Die Satire Schweig, Bub von Fitzgerald Kusz wird viel zu oft - und leider auch im Fernsehen - als Klamauk-Klamotte gezeigt. Das Hist(o)erische Theater Hanau versuchte eine Inszenierung, in der natürlich auch viel gelacht werden konnte. Dabei wurden aber trotz der vom Dichter gebrauchten deftigen Sprache die leisen Töne gut rübergebracht. Auf die Bühne kam ein Stück Leben, wie wir es alle schon erlebt haben. Eine Familienfeier, in der zwar ständig von der Hauptperson - dem Konfirmanden - geredet wurde, ihm selbst aber keine Möglichkeit geboten wurde, auch nur im geringsten zur Entfaltung zu kommen. Da wurde in einem schönen Durcheinander über Beerdigungen, Durchfall, Krieg und Salatpreise palavert. Da hörte niemand dem anderen zu, da redete jeder über jeden |
|||
|
Kennen wir das nicht? Ärgert uns das nicht ständig bei ähnlichen Anlässen? Mischen wir da nicht alle immer kräftig mit? So nahm denn diese Feier ihren Lauf, endete fast in einer Katastrophe und wurde in schönster Eintracht in totaler Besoffenheit abgeschlossen; nicht, ohne vorher auf die nächste Feier hinzuweisen. |
|||
|
Wegen der vielen geplanten Aufführungen wurde das Stück mit zwei verschiedenen Ensembles einstudiert, die von Wochenende zu Wochenende im Wechsel spielten. |
|
|
|
|
|
|
